Semester 1&2

An dieser Stelle findet Ihr eine Übersicht über jede Veranstaltung der ersten beiden Semester, mit der wir Euch eine genaue Vorstellung von diesen vermitteln wollen.

1. Semester

Das Labor
LABOOOOOR!
Nur keine Panik! Der erste Labortag ist wohl für jeden ein Sprung ins kalte Wasser- doch keine Angst, so ging es uns auch. Jeder hat genug Zeit sich in die Laborarbeit hineinzufinden, auch ganz ohne Vorkenntnisse.
Die Vorlesung von Herrn Dr. Utz enthält mit den dazugehörigen Skript viele wichtige Informationen, die ihr für eure Analysen braucht. Falls es trotzdem mal ein Problem geben sollte oder Fragen auftauchen, stehen euch während des 1. Semesters Tutoren aus dem 3. Semester im Labor zu Seite. Auch vor euren Assistenten braucht ihr keine Angst zu haben, jedoch solltet ihr hier auf Gegenfragen gefasst sein. Eure zwei Labornachmittage in der Woche verbringt ihr im 1. Semester mit qualitativen Nachweisen (…auch „Ionenlotto“ genannt) und im Zweiten mit quantitativen Analysen. Auch wenn ihr für die ein oder andere Analyse mal etwas länger braucht – bloß keine Panik! In der Regel scheitert keiner allein am Labor. Gegen Ende des Semesters wird das Labor meistens auch an zusätzlichen Tagen geöffnet. kleiner Tipp zum Schluss: Mit dem VORPROBEN-HEFT, das ihr bei der Fachschaft erhalten könnt, lässt sich der ein oder andere zeitaufwändige Nachweis umgehen.

Allgemeine und anorganische Chemie (Prof. Harder)
Hilfreich für das Verständnis chemischer Grundlagen ist die vierstündige Vorlesung von Prof. Harder. Diese orientiert sich im Wesentlichen am Buch „Basiswissen der Chemie“ von Charles E. Mortimer und vermittelt den Stoff anhand zahlreicher Versuche recht anschaulich. Immer wieder gibt es auch wirklich eindrucksvolle Versuche und auch eine sehr unterhaltsame Weihnachtsvorlesung. Hingehen lohnt sich.
Zwar erwartet euch zu dieser Vorlesung keine Abschlussklausur, jedoch fließen deren Inhalte in sämtliche Zwischenprüfungen, Kolloquien und in die Analytik-Abschlussklausur mit ein. Der Stoff ist aber nicht nur wichtig für die Analytik-Klausur, er begegnet euch auch beispielsweise wieder in Zusammenhang mit Physikalischer Chemie im 2. Semester und im 1. Staatsexamen. Früher aufstehen lohnt sich also!
Fazit: Empfehlenswert – Basics fürs Grundstudium!

Seminar Chemie und Toxikologie anorganischer Stoffe (Dr. Utz)
Dieses Seminar ist nicht nur, wie schon erwähnt, wichtig für die Laborarbeit, sondern auch Prüfungsstoff für den Großteil der Prüfungen im 1. Semester. Der Stoff wird euch gut gegliedert vorgestellt, so dass er im Normalfall genau auf die Analysen passt, die ihr gerade bearbeitet. Sollten mal Fragen aufkommen bezüglich Vorlesungsstoff, eurer Analysen oder auch einer nahenden Prüfung – Fragen ist hier erlaubt, Herr Dr. Utz fordert sogar ausdrücklich dazu auf.  Gerne wurde in vorherigen Jahrgängen auch die zusätzliche Fragestunde vor einer Klausur in Anspruch genommen. Wer gerne den Stoff in Büchern nachlesen möchte, für den lohnt sich ein Blick in „Analytik I“ von Eberhard Ehlers und „Einführung in das anorganisch-chemische Praktikum“ von Jander Blasius. (Tipp: Es gibt eine Bücherbörse am Anfang des Semesters.)
Zur Ergänzung dieser Vorlesung gibt es ein Stöchiometrie-Tutorium, das die nötigen Grundlagen, sowie die verschiedenen Aufgabentypen des chemischen Rechnens nochmals aufgreift. In lockerer Atmosphäre wird hier ein Kommilitone aus einem höheren Semester auf eure Probleme auf dem Gebiet Stöchiometrie eingehen, euch Übungsblätter austeilen und diese dann mit euch in der nächsten Stunde durchsprechen. Wer sich lieber eigenständig damit beschäftigen will, dem empfehlen wir die Stöchiometrie-Aufgabensammlung der Fachschaft.
Fazit: Diese Vorlesung ist wohl für alle Pflicht. Also hingehen, aufpassen und mitschreiben! Für Leute mit einer Schwäche im chemischen Rechnen bietet sich überdies noch das Stöchiometrie-Tutorium an. Klausur: Die Klausur ist wohl die mit Abstand schwierigste des 1. Semesters, vor allem da sich der Stoff aus dem Seminar aus der Vorlesung Allgemeine und anorganische Chemie bei Prof Harder, dem Seminar und dem Stoff aus dem Tutorium zusammensetzt. Der Umfang ist also keinesfalls zu unterschätzen, der Schwierigkeitsgrad aber auch nicht.Schaffbar ist das ganze aber auf jeden Fall.

Pharmazeutische und medizinische Terminologie
Die Vorlesung an sich ist in zwei Abschnitte unterteilt. In der ersten Hälfte werdet ihr alles über die pharmazeutische Terminologie erfahren und in der zweiten Hälfte dreht sich dann alles um die medizinische Fachsprache. So oder so, konfrontiert werdet ihr mit jeder Menge lateinischer und griechischer Vokabeln. Freundet euch aber am besten gleich mit ihnen an, denn zum Bestehen der Klausur müsst ihr dann alle können. Zum Lernen werdet ihr aber mit einem umfangreichen Skript unterstützt.

Morphologie, Anatomie und Histologie der Pflanzen (Prof. Dr. Kreis)
Inhalt der Vorlesung sind die Grundlagen für das Praktikum „Pharmazeutische Biologie I“ im 2. Semester. Alle, die sich bis jetzt nichts unter dem Titel der Vorlesung vorstellen können, denen sei gesagt, dass Sie einen Einblick in pflanzliche Zell-, Gewebs- und Organstrukturen gibt.
Geprüft wird in Form einer Multiple-Choice Klausur. Zur Vorbereitung sind das Buch „Pharmazeutische Biologie“ von Ernst Reinhard und alte Staatsexamensfragen geeignet. Solche alten Staatsexamensfragen findet ihr dann auf der Ratiopharm-CD, die ihr bei der Fachschaft erhalten könnt. Sie wird schnell zu eurem Lieblingslernmedium werden, da auf ihr auch Fragen aus allen anderen Fachgebieten des Pharmaziestudiums enthalten sind.
Ein kleiner Tipp noch zum Schluss:Wer mit dem „Reinhard“ nicht zu Recht kommt, dem sei das Buch „Anatomie und Histologie der Samenpflanzen“ von Elisabeth Stahl-Biskup und Jürgen Reichling ans Herz gelegt. Es liest sich als Neuling wesentlich einfacher. Allerdings werdet ihr im Verlauf des Studiums am „Reinhard“ nicht vorbei kommen.
Fazit: Grundlagen der „Pflanzenbiologie“ – wird euch das ganze Studium begleitet .

Physik
Physikalische Grundlagen werden in Vorlesung und dazugehöriger Übung gut vermittelt. Die Vorlesung wird ansprechend gehalten und so kann es auch schon mal vorkommen, dass Studenten zur Mithilfe bei Versuchen herangezogen werden.
Jedoch beinhalten gerade die Übungen den klausurrelevanten Stoff. Übungsblätter und Skript sind zur Prüfungsvorbereitung ausreichend, Bücher sind nicht unbedingt erforderlich.

Geschichte der Naturwissenschaften
Prüfungsrelevant ist der Stoff dieser Vorlesung zwar erst im 3. Staatsexamen, jedoch kann ein Besuch niemandem Schaden. Ganz im Gegenteil, nach drei Stunden Chemie ist es meistens sogar ganz entspannend in dieser Vorlesung zu sein. Die Themen sind durch die Bank alle sehr interessant und informativ. Wer zum Beispiel schon immer wissen wollte, woher denn eigentlich das deutsche Apothekenzeichen stammt, dem sei diese Vorlesung nahe gelegt.

Mathematik für Pharmazeuten und Lebensmittelchemiker
Der Schwierigkeitsgrad der Vorlesung bewegt sich leicht über Oberstufenniveau, manchmal auch darunter. Die Klausuren sind stark an den Probeklausuren orientiert. Für die Vorbereitung empfiehlt sich unter allen Umständen die Übungsklausur, die ein oder zwei Wochen vor der Klausur in den Übungen ausgeteilt wird. Rechnet alles sorgfältig durch und notiert euch die Ergebnisse übersichtlich. Ihr dürft nämlich beides mit in die Klausur nehmen. Zusätzlich ist das Mitbringen von Übungsblättern und der Vorlesungsmitschrift erlaubt.

2. Semester

Pharmazeutisch-Medizinische Analytik I/ Quantitative Bestimmung von Arznei-, Hilfs- und Schadstoffen (Prof.Heinrich)
Im Vergleich zum ersten Semester wird einem sofort auffallen, dass sich die Semesterwochenstunden deutlich reduziert haben und so nur noch 3 SWS auf dem Stundenplan stehen. Es empfiehlt sich trotzdem das ein oder andere in dem Lehrbuch des 2. Semesters, dem „Analytik II“ von Eberhard Ehlers, nachzuschlagen und aufzuarbeiten. Es erleichtert einem enorm das Lernen auf die Abschlussklausur und ist besonders hilfreich für die Zwischenprüfung, welche leider schon manchmal in der „Bergwoche“ stattfindet.
Fazit: Aufpassen und mitlernen.

Einführung zu den Übungen Pharmazeutische Biologie I/ Übungen Pharmazeutische Biologie I (Prof. Dr. Kreis)
Auch die Biovorlesung hat sich im Vergleich zum ersten Semester geändert. Wurde im ersten Semester nur die Theorie gelernt, ist die Vorlesung im zweiten Semester nun direkt auf das dazugehörige Praktikum ausgerichtet. In diesem wird mikroskopiert und mit Bleistift und Papier bewaffnet versucht man, das im Mikroskop Gesehene mehr oder weniger gut aufs Blatt Papier zu bringen. Auch hier gilt: Bloß kein Stress. Versucht so viel wie möglich zu zeichnen und besorgt euch den Rest bei euren Kommilitonen. Denn die Zeichnungen werdet ihr dann spätestens für die Klausur benötigen. Für die Klausur sind dann auch die Multiple Choice Fragen der Ratiopharm CD sowie ein Biologielehrbuch wichtig. Zu empfehlen ist auf jeden Fall das Buch „Pharmazeutische Biologie“ von Ernst Reinhard.
Fazit: Jede Vorlesung besuchen und beim Mikroskopieren zügig arbeiten. Für die Klausur dann MC-Fragen klicken, Zeichnungen lernen und viel lesen.

Physikalische Übungen für Pharmazeuten
Nach der Physik Vorlesung im ersten Semester findet im zweiten Semester das dazugehörige Praktikum statt. Im Prinzip könnte das Praktikum ganz locker sein, allerdings müsst ihr für jeden Praktikumstag eine Vorbereitung schreiben, die dann auch vor jedem Versuch abgefragt wird.

Grundlagen der Physiologie für Pharmazeuten
Diese Vorlesung fand im Sommersemester ´07 zum ersten Mal statt, weil das Thema Physiologie immer wichtiger im ersten Staatsexamen wird. Die große Bandbreite der Physiologie wird durch wechselnde Themen und durch verschiedene Dozenten abgedeckt. Im Prinzip verschafft die Vorlesung, wie der Titel schon verrät, die ersten Grundlagen der Physiologie.
Eine Anwesenheitspflicht besteht hier nicht, jedoch lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall. Zumal ein fundiertes Wissen im Bereich der Physiologie für das Studium nie nachteilig sein kann. Die Themen sind alle sehr interessant und man hört von dem einen oder anderen Pharmazeuten im höheren Semester, der „Phsyio“ als die beste Vorlesung des zweiten Semesters lobt. Ob es vielleicht daran liegt, dass man hier keine Prüfung schreiben muss?
Fazit: Womöglich die interessanteste Vorlesung des zweiten Semesters und gleichzeitig eine Hilfe für das erste Staatsexamen.

Grundlagen der organischen Chemie
Es gibt sehr gespaltene Meinungen zu dieser Vorlesung. Auf jeden Fall kann man sagen, dass sich der Professor sehr viel Mühe gibt, einem die organische Chemie ansprechend näher zu bringen. Beispiele aus dem alltäglichen Leben unterstützen immer wieder die theoretischen Grundlagen.
Für ein tieferes Verständnis der organischen Chemie ist diese Vorlesung genau das Richtige, auch wenn man dafür mal früher aufstehen muss. Hier findet keine Klausur statt, jedoch ist die Vorlesung sowohl für das bessere Verständnis für manche Themen bei Prof. Heinrich, als auch im Hinblick auf das 3. Semester (hier die volle Dröhnung organische Chemie) von Nutzen.

Allgemeine Biologie für Pharmazeuten (Dr. Huß)
Wer einen Biologie Leistungskurs auf der Schule besucht hat, dem werden die meisten Themen dieser Vorlesung wohl sehr vertraut vorkommen. Für alle anderen bietet diese Vorlesung die Ideale Möglichkeit, den Biologiestoff nachzuholen, der auch für das Staatsexamen relevant sein wird. Dazu unterstützt der Dozent seine Vorlesung mit einem sehr ausführlichen Skript.

Physikalische Chemie für Pharmazeuten ( Dr. Ehli)
In der Vorlesung wird alles Relevante für die erste PC-Klausur behandelt. Wer also die Vorlesung nicht besucht, wird eben deutlich mehr Zeit beim Lernen für die Klausur benötigen. Zusätzlich zur Vorlesung hat man als Pharmazeut auch die Ehre, in den darauf folgenden Semesterferien ein Blockpraktikum in Physikalischer Chemie zu besuchen. Zwar hat man nur sechs Versuchstage, die aber leider über vier Wochen verteilt. Macht aber nix, nutzt die Zeit und wertet eure Versuche während dieser Zeit aus. Dann habt ihr danach noch mehr von euren Ferien. Und wer jetzt schon wieder denkt: „Oh Gott, Physik“, den kann man beruhigen. Im Namen steckt neben Physik auch wieder Chemie drin und deshalb stört eben hauptsächlich bloß noch die Tatsache, dass das Ganze leider in den Semesterferien stattfindet.Zum Bestehen der Physikalischen Chemie sind zwei Prüfungen notwendig, aus denen ihr mind. 50% der Punkte haben müsst. Die erste findet am Ende der Vorlesung statt und die zweite nach dem Blockpraktikum in den Semesterferien.